Fasanerie Fasanenhof: Zurück zu den Wurzeln

19.01.2012 14:11:00

Das Helfer-Team (v.l.n.r.): Franz Geretshauser, Heinz Strohmeier, Klaus Lorenz (stellvertretender Vorsitzender Fasanerie Fasanenhof), Herbert Olbrich, Harald Menzel, Heinz Schmidt und Rainer Schwarzmeier (Chefplaner und leitende Kraft&
Das Helfer-Team

 

Bereits im Jahre 1730 errichtete Herzog Eberhard Ludwig auf dem heutigen Gelände des Fasanenhofs eine Fasanerie. 280 Jahre später hat der Verein Fasanerie Fasanenhof sein Vorhaben eines Neuanfangs in die Tat umgesetzt und die ersten Fasane in einem Gehege im Stadtteil untergebracht.

 

»Ich muss vor allem Klaus Lorenz danken, denn er hat das Projekt umgesetzt und sich um alles gekümmert«, war die Stadträtin und Vorsitzende des Fasanerie Fasanenhof e.V., Iris Ripsam, voll des Lobes für ihren Stellvertreter. Doch die lobenden Worte wollte Klaus Lorenz nicht auf sich allein vereinigen: »Insgesamt sechs Helfer sorgten dafür, dass wir von Anfang November bis Mitte Dezember den Innenausbau des Geheges durchführen konnten.« In das neue 40 Quadratmeter große Domizil, in dem sich ein zehn Quadratmeter großer Regenund windgeschützter Rückzugsraum befindet, sind drei böhmische Jagdfasane eingezogen. Diese müssen sich nun erstmal eingewöhnen, bevor im Frühjahr die offizielle Einweihungsfeier mit den Vereinsmitgliedern und allen Bürgern des Fasanenhofs auf dem Programm steht.

 

»Unser Hauptziel war es, die Bewohner des Fasanenhofs mit der Geschichte vertraut zu machen und den Namen wieder zum Leben zu erwecken«, berichtet Lorenz. Schon 1730 hatte Herzog Eberhard Ludwig an selber Stelle eine Fasanerie errichtet und Herzog Carl Eugen und Franziska von Hohenheim hatten sie 1783 beträchtlich erweitert und vergrößert. »Die Umsetzung des Projektes ist gelungen und der Stadtteil nun noch schöner und lebenswerter«, sagt Klaus Lorenz. Insgesamt 6500 Euro mussten zur Errichtung der Voliere, im sogenannten Wäldle an der Fasanenhofstraße auf Höhe der Bushaltestelle Freytagweg, aufgebracht werden. Zuschüsse kamen vom Bezirksbeirat Möhringen, dem Stadtteilmanagement und dem Bürgerverein Fasanenhof.

 

Damit die Tiere eine artgerechte Haltung erfahren, haben Fachleute der Wilhelma die Anlage abgenommen und zusätzlich bestätigt, dass sie den Auflagen des Tierschutzes mehr als gerecht werden. Aus eigenen Mitteln bestreitet der Verein die Überwachung und Pflege der Tiere, sowie die veterinären Kontrollen.

 

Um den ständigen Unterhalt der Anlage, Verbesserungen und Reparaturen sicherstellen zu können, sucht der Verein weitere Unterstützer und Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt zwölf Euro, Beitrittserklärungeen liegen bei der LBBW-Bank, Filiale Eichäcker 6, im Fasanenhof aus.

red/jke

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