Fit für den Winter – die Terrasse

Walter Scheffel vom Obst- und Gartenbauverein in Möhringen gibt Tipps

 

Holzterrassen sind schick und bieten ein angenehmes Flair. Damit das auf Dauer auch so bleibt, brauchen sie jedoch Pflege. Am Ende des Sommers ist das Holz ausgetrocknet und das Wasser dringt ein – der perfekte Zeitpunkt zum Pflegen und Ölen.

 

„Der Aufbau einer Terrasse muss grundsätzlich so sein, dass das Holz immer trocken und nicht im Wasser steht“, sagt Walter Scheffel, Vorsitzender des Obstund Gartenbauvereins.

 

Deshalb sollte man also schon beim Bau darauf achten, dass der Regen gut abfließen und das Holz schnell trocknen kann, damit sich keine Pilze oder andere zersetzende Organismen einnisten. „Bevor wir mit der Pflege beginnen, sollten wir klären, um was für ein Holz es sich handelt“, so Scheffel. Häufig werden für Holzterrassen Hölzer wie Douglasie oder Robinie verwendet, aber auch tropische Hölzer liegen im Trend. Für ein optimales Ergebnis sucht man das Pflegeöl passend zum Holz aus. Wer sich nicht sicher ist, um was für ein Holz es sich handelt, kann auch Leinöl verwenden. „Aber bitte niemals die Holzterrasse mit einem Dampfstrahler reinigen!“, sagt Walter Scheffel. Der hohe Druck macht das Holz rissig und schädigt es. Sein Tipp: Stattdessen die Terrasse mit einem Neutralreiniger abschrubben, das ist schonend. Alternativ kann man sich auch eine spezielle Reinigungsmaschine mit kleinen rotierenden Bürsten ausleihen. Das Öl wird erst nach dem Saubermachen und Abtrocknen aufgebracht.

 

Um eine Graufärbung des Holzes zu verhindern, sollte man mindestens ein Mal pro Jahr einölen. „Und bitte keinen Lack verwenden. Lacke halten nicht lange, sondern splittern ab, da das Holz arbeitet“, so Scheffel. Auch Lasuren sind unnötig, es sind Mischungen aus unklaren Substanzen und bringen gegenüber Öl kein Pflege-Plus.

 

Ich wünsche frohes Herbst- Schaffen, Ihr Walter Scheffel.

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